Partnerschaft

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„Zugunsten der Menschen in Guarita“

so hat die Krankenschwester und Pädagogin Frau Falcade ausgedrückt, was sie über die Partnerschaft des Dekanatbezirkes Sulzbach-Rosenberg mit dem Indianermissionsrat COMIN der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien ( EKLBB ) denkt.

Der Grundstein der heutigen Partnerschaft wurde im 1976 gelegt, als Pfarrer Martin Backhouse (von 1973 bis 1975 Vikar in Schwandorf) im Auftrag der EKLBB in Brasilien als Missionar im indigenen Gebiet Guarita mit dem Indigenen Volk der Kaingang arbeitete. Durch die Unterstützung eines Freundeskreises wurde die Partnerschaft erhalten und ausgebaut. (Hier können Sie die Geschichte der Partnerschaft lesen).

Im Jahr 1982 wurde der Indianermissionsrat COMIN gegründet und von der EKLBB beauftragt, die Arbeit mit den indigenen Völkern in Brasilien zu koordinieren. Gerechtigkeit und Versöhnung sind die Ziele von COMIN. Laut Pfarrer Hans Trein versteht sich COMIN als „ein Brückenbauer zwischen den Kulturen der europäischen Einwanderer und der Indigenen Völker bzw. ihrer Nachkommen“. Mit den Indigenen Völkern arbeitet COMIN in den folgenden Bereichen: Erziehung, Gesundheit, Organisation, Land und Selbstunterhalt.

Durch die Gründung von COMIN wurde auch die schon existierende partnerschaftliche Beziehung des Dekanats Sulzbach-Rosenberg zu Guarita intensiviert und 1994 auf eine offizielle Ebene gehoben. Es folgten persönliche Kontakte mit Besuchen von Delegationen aus Brasilien im Dekanat (1996, 1999, 2003, 2008) und auch Gegenbesuche aus dem Dekanat in Brasilien (1997, 2001, 2006). Die Zusammenschweißung der Partnerschaft fand im Jahr 2000 statt, als das Dekanat Sulzbach-Rosenberg die Solidaritätserklärung mit den Indigenen in Guarita unterzeichnete. Darin verpflichtete sich das Dekanat den Indigenen weiterhin Unterstützung und Solidarität zum Schutz des Lebens zukommen lassen.

Im indigenen Gebiet Guarita (Südbrasilien) leben derzeit circa 7000 Menschen des Volkes Kaingang und 200 des Volkes Guarani. Die finanzielle Unterstützung des Dekanats wird seit 2004 ausschließlich für die Arbeit von Frau Falcade, die das Projekt „Beratung in Gesundheit und Ernährung“ leitet, verwendet.

Das Projekt begann im Sommer 2001, als in Guarita binnen kurzer Zeit 23 Kinder unter fünf Jahren starben. Die Bundesstaatliche Gesundheitsbehörde (FUNASA) lud COMIN ein, eine Notfall-Initiative zu koordinieren. Sie sollte in den Familien der Kaingang und der Guarani in Guarita die Ursachen des Kindersterbens herausfinden und eine Veränderung dieser Situation mit verschiedenen Aktionen initiieren. Zu Beginn der Arbeiten wurde festgestellt, dass die Kinder unter fünf Jahren untergewichtig waren. Durch die Arbeit von COMIN war die Zahl der Kinder, die unter Ernährungsmangel litten, zwei Jahre später bereits stark zurück gegangen. Die Bundesstaatliche Gesundheitsbehörde zog sich deshalb zurück und unterstützten die Aktionen von COMIN finanziell nicht mehr. Da es aber in Guarita weiterhin Ernährungsprobleme gab und die Gefahr der Kindersterblichkeit noch immer bestand, beschloss COMIN das Projekt „Beratung in Gesundheit und Ernährung“ weiter durchzuführen. Damit die Arbeit für eine bessere Ernährung und Gesundheitsvorsorge mit den Indigenen in Guarita weiter gemacht werden konnte und kann, ist die finanzielle Hilfe des Dekanatsbezirks Sulzbach- Rosenberg unerlässlich. Derzeit wird das Projekt auch durch Projekthilfe Dr. Luppa e.V. aus Amberg finanziell unterstützt.

Die Partnerschaft soll uns muss weitergehen, denn es gibt noch viel, was wir für die Menschen in Guarita tun können.

Lesen Sie was unsere Besucher aus Brasilien, die beiden Frauen des Volkes Kaingang Zoraide und Iraci, Frau Falcade und Pfarrer Hans Trein (Koordinator von COMIN) im September 2008 bei ihrem Besuch in unserem Dekanatsbezirk erlebten.

Tageslosung

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Psalm 127,2

Mein Gott wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.

Philipper 4,19

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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